NEXT EXIT NIRVANA

Dokumentarfilm, Ö, 2014, 90min, Farbe, Stereo, OmdeU
Regie: Claudia Pöchlauer, Walter Größbauer

30. März 2010, Haridwar/Indien. Es ist einer der Tage des „königlichen Bades“ während der Kumbh Mela, dem größten Pilgerfest der Welt, das alle 12 Jahre in einer von 4 Städten am Ganges stattfindet. Rund 5.000 Gurus, spirituelle Lehrer, und 200.000 Sadhus, Mönche, die durch ein asketisches Leben Erleuchtung anstreben, beteiligen sich an der farbenprächtigen Prozession. Am Har-Ki-Pauri Ghat wird das erlösende Bad genommen, das von allen Sünden reinwaschen soll. Viele der über 2 Millionen Pilger, die an diesem Tag nach Haridwar gekommen sind, warten bereits seit den frühen Morgenstunden, um endlich ihren Guru zu sehen.

Ob es sich um eine Prozession oder einen Karnevalsumzug handelt, ob Spiritualität oder Eitelkeit die weisen Männer leitet, darüber ist sich der junge Mitarbeiter eines Callcenters, Buphinder Chahan, nicht im Klaren. Er selbst ist hin- und hergerissen zwischen Sensationslust, aufgeklärtem Denken und tradierten Werten, wie seiner unerschütterlichen Liebe zum Ganges: „Ich sehe den Fluss als meine Mutter, in ihm fließt das Leben.

Wer sind diese Menschen, die Pilger und Neugierige aus aller Welt in Millionenscharen anlocken? Sind sie weise, heilig, erleuchtet oder verrückt?

Da gibt es „Pilot-Baba“, einen ehemaligen Kampfflieger der indischen Armee, der in vier Kriegen kämpfte und im Himalaya zur Erleuchtung fand: „Wir können über alles reden, aber nicht über Gott, nicht einmal über eine Begegnung mit ihm. Das ist eine Erfahrung, dafür gibt es keine Erklärung.“ Oder Bhagat Prakash und seine heiligen Kollegen von der Gemeinschaft „Prem Prakash Mandal“, die ihre Philosophie weltweit bekannt machen wollen, „damit sich die ganze Menschheit moralisch und sozial weiterentwickeln möge.“ Und viele andere Asketen und Gurus, die im marktschreierischen Ambiente einer „Frühjahrsmesse der Spiritualität“ das verkaufen, was sie als Monopol zu besitzen vermeinen: Selbsterfahrung, religiöses Wissen und die direkte Verbindung zu Gott.

Für Kritiker wie Buphinder Chahan eine unheilige Überschätzung. Seiner Meinung nach sind nur 1% der Gurus wirklich erleuchtet und daher fähig, die Grundlage von Meditation und Liebe den Suchenden nahezubringen. Andererseits seien auch die Suchenden selbst nicht immer von reiner Gesinnung: „Die meisten Menschen am Land glauben den Gurus blind. Das ist einer der Gründe, warum sie kommen und ihnen Respekt zollen. Der Hauptgrund aber ist ihre eigene Gier.

Sensationsgier mag einer der Gründe sein, der viele junge Menschen aus dem Westen nach Indien lockt. Die Zurschaustellung der verschiedenen Praktiken der Entsagung von allem Weltlichen übt eine große Faszination auf viele Suchende aus: Sadhus, die seit vielen Jahren einen Arm in den Himmel strecken; mit ihrem Penis 30 Kilo schwere Gewichte heben; völlig nackt, nur mit Asche bedeckt, durchs Leben gehen; 10 Stunden täglich auf einem Feuerstuhl schaukeln; auf Nagelbetten liegen oder für 12 Jahre auf einem Fuß stehen. Der Fantasie und Inszenierungskunst sind keine Grenzen gesetzt.

Der Film zeigt die widersprüchliche Position der heiligen Männer in der indischen Gesellschaft, die zwischen zeremonieller Verehrung und heimlicher Verachtung schwankt. „Diese Menschen wollen nicht arbeiten, sie sind eine Schande für die Gesellschaft!“ Trotz gegensätzlicher Ansichten legt sich ein versöhnlicher Zauber über das Geschehen während der Kumbh Mela. Durch das gemeinsame Bad im Ganges scheinen sich alle sozialen Gegensätze und Ungerechtigkeiten beinahe aufzuheben. Religiöse Zeremonien und Bräuche verbinden. Sei es durch ein Baumwollband, das an den Banyanbaum geknüpft wird und Herzenswünsche erfüllen soll, oder durch das gemeinsame Rauchen einer Haschischpfeife als Vorgeschmack auf „Nirvana“, den angestrebten Zustand von Wunsch- und Begierdelosigkeit…

Credits
Buch und RegieWalter Größbauer
ProduzentInWalter Größbauer, Claudia Pöchlauer
RegieassistentPeter Wittmann
KameraWalter Größbauer
KameraassistentFelix Dorner
SchnittWalter Größbauer
Ton MischungErich Pochendorfer
SoundtrackErich Pochendorfer, Rupak Kumar Shahismuda, Muraden Sumri
SprecherWilliam Mang
Transkription+ÜbersetzungRupak Kumar
GrafikMartin Czapka
TrailergestaltungTom Pohanka
Produktion und VerleihFORTUNAMedia

Film Stills

Pressestimmen

Sächsische Zeitung/Oliver Reinhard „Etwas ganz Besonderes“
Der Dokfilm „Next Exit Nirvana“ bringt Farbe in den grauen Winter und herrlich schräge Bilder vom weltgrößten Pilgerfest.
Mal bitte die Hände heben: Welcher Herr sieht sich in der Lage, mit seinem primären Geschlechtsdings einen 30 Kilo schweren Stein zu heben? Wie – niemand? Geht doch gar nicht, denken Sie? Tja, geht doch: Auf der Kumbh Mela, dem größten hinduistischen Fest, kann man alle zwölf Jahre im indischen Haridwar unter anderem Männer mit unglaublicher Genitalhebelwirkung erleben. Doch das einem Karneval nicht unähnliche Treffen hat unendlich viel mehr zu bieten, und der Stein-mit-dem-Puller-Heber ist nur einer von zahllosen faszinierenden Gestalten, die Dokumentarist Walter Größbauer in „Next Exit Nirvana“ zeigt. Sein Film ist eine rauschhafte Orgie aus Farben und Bewegungen, aus packenden Begegnungen, erstaunlichen Eindrücken und unterhaltsamen Absurditäten.
Das Ungewöhnliche: Größbauer nähert sich dem Treffen von 5.000 Gurus, 200.000 Sadhu-Mönchen und Millionen Pilgern und Bettlern nicht nur auf demütigen Knien wie die meisten Dokfilmer. Natürlich respektiert er Feiernde und Fest, auf dem Tausende Erleuchtung suchen oder sie gefunden haben wollen. Aber ebenso zeigt er Gurus und Sadhus, die sich arrogant und selbstherrlich geben. Die Dinge sagen oder vorführen, deren religiöser oder spiritueller Gehalt sich westkulturell geprägten Menschen genauso wenig erschließt wie vielen Indern. Kurz: die ganz offensichtlich nicht mehr alle Klötze im Beutel haben.
Es ist nicht zuletzt Größbauers ehrliche Mischung aus Hochachtung, toleranter Verständnislosigkeit und einem aufrechten Kopfschütteln, die „Next Exit Nirvana“ zu etwas ganz Besonderem macht.

Tip-Berlin/Alexandra Seitz „Sehenswert“
Alle zwölf Jahre, zuletzt im März 2010, findet im indischen Haridwar eine Kumbh Mela, ein Pilgerfest, statt. Dann stehen die Sterne in besonders günstiger Konstellation, und für einen gläubigen Hindu ist die rituelle, von Sünden reinigende Waschung im heiligen Fluss Ganges um ein Vielfaches wirkungsvoller als zu normalen Zeiten. Also finden sie sich zu Abertausenden ein, die Pilger, die Gurus, die Sadhus, die Yogis, die Neugierigen und die Geschäftemacher, und verwandeln die Stadt in eine Mischung aus spirituellem Jahrmarkt, Tollhaus und Himmel auf Erden.

Walter Größbauer versagt sich in „Next Exit Nirvana“ das wohlfeile Staunen und die überhebliche Verwunderung des christlich sozialisierten Abendländers angesichts der üppig-bunten Religiosität des Subkontinents. Er montiert stattdessen Eindrücke aus einem wilden Gewusel, setzt mit knappen, nüchternen Kommentaren Zäsuren in die Kakofonie der Bilder und Töne und lässt ansonsten die Leute selbst zu Wort kommen. Ganz von allein wird so die Widersprüchlichkeit einer Veranstaltung sichtbar, die Erleuchtung zum Ziel hat und sich im Blendwerk ergeht.

Der Tagesspiegel Berlin/Leonie Achtnich „Erleuchtend“
In Indien wird auf dem größten Pilgerfest der Welt, der Kumbh Mela, der Regenbogen durchnuanciert: von der Gesichtsbemalung der Gurus zu den Saris der Inderinnen bis hin zu der Pracht der Tempel. „Next Exit Nirvana“ widmet sich dem Tohuwahbohu eines Festes zwischen Religiosität und Sensationslust. Dorthin kommen Gurus, die zwölf Jahre auf einem Bein stehen wollen, Hippiewestler, Schaulustige, Bettler und Erleuchtete samt Fangemeinde. Die leicht halluzinogene Dynamik des Festes hat schon beim Zuschauen exotischen Charme, richtig Interessant aber sind die leider etwas raren Kommentare: Wer glaubt einem Guru? Wieso ein Bett aus Nägel? Hin und wieder zeigt die Kamra Schmuckstücke der Selbstfindung: ein Erleuchteter lässt seien Tiraden über den Untergang der Welt von seinem sehr materiellen Handyklingelton unterbrechen. Mal lässt der Film sich treiben im Reich der Weisen und Gläubigen, mal prangert er das Fest als bloße Inszenierung an.

kino-zeit.de/Silvy Pommerenke
Walter Größbauer, österreichischer Dokumentarfilmer, hat sich durch das „Tor der Illusion“ begeben, um das spirituelle Indien zu entdecken. Dafür besuchte er das größte Pilgerfest der Welt in Haridwar am Ganges und hat Erstaunliches, Befremdliches und auch Beängstigendes zu Tage gefördert.

Alle zwölf Jahre findet die Kumbh Mela statt, das größte religiöse Fest des Hinduismus, zu dem über zwei Millionen Pilger kommen, um sich durch ein erlösendes Bad im Ganges von ihren Sünden reinzuwaschen. Außerdem erwarten sie dort 5.000 Gurus und 200.000 Mönche, sogenannte Sadhus, die nach Erleuchtung suchen oder bereits gefunden haben und diese an die Pilger weitergeben wollen. Das spirituelle Fest gleicht dabei einem Karnevalsumzug, der sich bunt, schrill und laut über einige Wochen hinzieht. Bisweilen fällt es schwer, darin etwas Religiöses oder Göttliches darin zu erkennen, denn vielen der Gurus und Sadhus ist eine gewisse Selbstherrlichkeit nicht abzusprechen, und es scheint, dass sie auf dieser „Frühjahrsmesse der Spiritualität“ einfach nur ihre Ware anpreisen wollen. Diese besteht aus ihrem religiösen Wissen und durchaus auch aus einem direktem Draht zu Gott. Die Pilger scheint das nicht zu stören, im Gegenteil, sie durchschauen durchaus die ein oder andere Maskerade. So weiß beispielsweise eine Pilgerin zu berichten: „Die Gurus und Priester sind genau so Nullen wie wir.“ Trotz dieser harschen Kritik fühlt sie sich wohl in dieser Ausnahmesituation, und zahllose selbstvergessen Badende oder Betende beweisen, dass die meisten der zwei Millionen Teilnehmer das Fest im religiösen und spirituellen Sinn genießen.

Größbauer hat in seinem Dokumentarfilm Next Exit Nirvana exemplarisch einige Sadhus, Asketen, Gurus und Yogis aus der Menge herausgegriffen, die ihre besonderen Fähigkeiten oder Lebensweisheiten bereitwillig vor der Kamera zur Schau stellen oder verkünden. Allen geht es dabei vor allem um Liebe und Frieden, was an sich ja nichts Schlechtes ist. Ob man dafür allerdings zwölf Jahre auf einem Bein stehen („Er bleibt noch sieben Jahre stehen, fünf sind schon vorbei…“), sich auf Nagelbetten legen oder mit dem Penis schwere Steine heben muss, ist etwas fragwürdig. So sieht es denn auch Bhupinder Chahan, ein junger, moderner Inder, der den Regisseur bei den Dreharbeiten begleitet hat und dem Zuschauer erhellende Kommentare zu den Riten und Bräuchen abgibt. Für ihn sind die meisten der Sadhus arrogant und tun unsinnige Dinge, fügen ihrem Körper unnötigen Schmerz zu und verhalten sich wie Sadisten oder Masochisten. Ein anderer Mann tritt vor die Kamera und kritisiert ebenfalls die Gurus und Sadhus, die in seinen Augen die Menschen nur „verarschen“ und lieber arbeiten gehen sollten. Dass Größbauer auch diese kritischen Töne einfängt und das Pilgerfest nicht nur als rauschendes Fest darstellt, ist beruhigend, denn zu vieles wirkt auf den europäischen Zuschauer befremdlich und absonderlich. Beruhigend, wenngleich ernüchternd, sind auch seine Schlussworte: „Am Ende meiner Reise muss auch ich erkennen, dass meine Hoffnung, eine mir fremde Kultur zu verstehen, eine Illusion ist. Meine Sichtweise nur eine Reflexion der eigenen Kultur.“

Next Exit Nirvana bietet eine wahre Farb- und Geräuschexplosion, bringt ein klein wenig Aufklärung in die fremde Kultur der Hindus, zeigt, wie sehr die Menschen nach Erleuchtung und Religiosität streben und hinterlässt die widersprüchlichen Gefühle von Faszination und Verständnislosigkeit, mit denen auch Walter Größbauer vom Pilgerfest zurückgekehrt ist. Aber nicht nur damit, sondern auch mit schwerem Durchfall und einem Hautausschlag. Soviel zur Reinwaschung im Ganges …

KURIER/Andreas Russ „beeindruckend, skurill, atemberaubend, irrwitzig“
Wenn das nicht der Doku-Hit des Jahres ist, weiß ich auch nicht! 5.000 Gurus, 200.000 Sadhus, 90 Millionen Pilger und Zuseher – alle 12 Jahre steigt in Indien das größte religiöse Fest der Welt, die Kumbh Mela. Filmemacher Walter Größbauer war heuer im Frühling in Haridwar, und hat die mitgebrachten Szenen zu einem unglaublichen Film komponiert. Wer sind diese Menschen, die Pilger und Neugierige aus aller Welt in Millionenscharen anlocken? Sind sie weise, heilig, erleuchtet oder verrückt? Wie es sich für einen guten Dokumentarfilm gehört, versucht Next Exit Nirvana gar nicht, diese Frage zu beantworten. Aber seine beeindruckenden, skurillen, atemberaubenden, irrwitzigen und teilweise einfach schönen Bilder bringen uns doch dazu, darüber nachzudenken.

allesfilm.com/Thomas Taborsky „Erstaunlicher Blick auf das Leben“
Ein rarer, unverzückter Blick auf das System Religion. Wenn alle zwölf Jahre in Indien die Kumbh Mela stattfindet, sollten gläubige Hindus hinfahren und dürfen deren Propheten nicht fernbleiben. Ob Walter Größbauer bei der Kumbh Mela in Haridwar, dem größten Pilgerfest der Welt, einen echten Guru getroffen hat, darüber schweigt er in Next Exit Nirvana. Die Dokumentation des Österreichers gehört keinesfalls zu den Abfeierfilmen eines bestimmten Phänomens, sondern untersucht in ihrem Streifzug durch die Riesenveranstaltung die Mechanismen der Spiritualität: Brauch, Gebrauch und Missbrauch. Wo unter einem Baum eine oftmalige Besucherin rastet und glücklich erzählt, fragt andernorts ein Mann in die Runde: „Wie sagt man ‚verarschen‘ auf Englisch?“.

Das Event hat System, bis runter zu den Kokosnüssen, die gekauft und in den Ganges geworfen werden, nur um aufgefischt und neuerlich verkauft zu werden – und erst recht, wenn Mahayogi Pilot Baba, vormals bei der indischen Luftwaffe, nun erleuchtet, seine Anhänger zu sich ruft. Oder wenn die Sadhus, die Asketenfraktion, über die Beweisnot des eigenen Säulenheiligtums granteln. Wesentlich in dieser umsichtigen Stimmvielfalt ist auch der Beitrag, den die reine Anwesenheit von Größbauers Kamera liefert: Medienbewusstsein, wer es besitzt und wer nicht, ist mit einer der spannendsten Punkte in diesem erstaunlichen Blick auf das Leben mit bzw. von organisierter Religion – egal welcher.

tip – Reisebüro- und Tourismusfachzeitung „Super Doku“
über das größte Pilgerfest der Welt in Indien. Faszinierende Bilder, interessante Einblicke, witzige Szenen und Beiträge!!

OÖN „Peniskunst für die Göttlichkeit“
Mit dem Blick in einen nackten Männerhintern beginnt Walter Größbauer seine filmische Annäherung an ein indisches Phänomen. Kumbh Mela ist das größte Pilgerfest der Welt, das alle zwölf Jahre in einer der vier Städte am heiligen Fluss Ganges stattfindet. In Haridwar lenkt Größbauer seine Kamera auf Gurus, die von Göttlichkeit sprechen und zum Beweis auf Nagelbetten schlafen oder gegen eine kleine Spende mit ihrem Penis Steine heben.

Glaube und Kommerz, wo ist die Grenze, wo trifft Überzeugung auf Betrug? Dieses spannende Thema versucht Größbauer in kurzen Begegnungen und Gesprächen mit Gurus und ihren Kritikern zu ergründen.

APA „Seltene Einblicke“
Kumbh Mela, das größte Pilgerfest der Welt, findet alle zwölf Jahre in einer der vier Städte am „heiligen Fluss“ Ganges statt. So geschehen im März dieses Jahres, im indischen Haridwar – und der österreichische Regisseur Walter Größbauer („Kairo All Inclusive“) war mittendrin. Seine Eindrücke hat er in „Next Exit Nirvana“, einem knapp 90-minütigen Dokumentarfilm, festgehalten.

Eine Nahaufnahme eines sich bewegenden Männerhinterns, ein kurzes Wegzoomen, dann offenbaren sich auch die Hoden des Mannes. Es sind die ersten Bilder in „Next Exit Nirvana“: Ein nackter Inder beim Holzhacken. Er ist nicht der einzige, der seine Freizügigkeit im Rahmen des Pilgerfests in Haridwar auslebt – wir sehen einen Mann, der mit seinem Penis mit Hilfe eines Rings an der Eichel schwere Steine hebt – „aber nur, wenn Leute etwas spenden“, sagt er in die Kamera. Andere liegen auf einem Nagelbrett, schaukeln auf einem Feuerstuhl oder singen und tanzen. Touristen gefällt das, viele richten ihre Kameras auf die „Showmaster“.

Für die indische Bevölkerung selbst, sagt ein schimpfender Passant, seien „diese Betrüger“ jedoch „eine Schande“. Genau wie die angeblichen Gurus, die religiöses Wissen weitergeben und Spiritualität schenken wollen. Echte Gurus von reinen Geschäftsmachern zu unterscheiden, ist schwierig. Größbauer spricht mit mehreren dieser Gurus – ob man ihnen Glauben schenkt, ist dem Zuschauer überlassen. Zwischen Interviews und seltenen Einblicken, die ein junger Dolmetscher dem Regisseur gibt („Ich sehe den Fluss Ganges als meine Mutter an“), ist das Publikum mit minutenlangen Eindrücken konfrontiert. Man sieht Frauen, die Tücher in den Wind halten, mit weißer Asche eingeriebene Männer, und überall Opfergaben, verschiedenste Rituale und Lieder. „Ich wollte den Film nicht auf die typisch westliche Art machen und alles im Off-Kommentar erklären“, so Größbauer. „Die Zuschauer sollen sich ein eigenes Bild machen.“

Screenings
TerminFestivalStatusOrt
27.03.2011DoiagonaleNominiertGraz/AUT
21.10.20113th Petaluma IFFNominiertPetaluma/USA
TerminVeranstaltungVeranstaltungsortOrt
KinostartÖsterreich
11.07.2013KinostartUtopia KinoWasserburg
20.02.2013Spezial ScreeningMetro KinoBregenz
17.04.2013Spezial ScreeningÄrztekammerWien
13.10.2011KinostartKesselhausKrems
08.10.2011KinostartNeues VolkskinoKlagenfurt
01.10.2011KinostartDe France KinoWien
01.10.2011KinostartRechbauer KinoGraz
01.10.2011KinostartMoviementoLinz
01.10.2011KinostartNeues MozartkinoSalzburg
11.02.2011Spezial ScreeningNH10Linz
09.02.2011KinostartBreitenseer LichtspieleWien
KinostartDeutschland
11.07.2013KinostartUtopia KinoWasserburg
13.06.2011KinostartCinem MünsterMünster
24.05.2011KinostartFilmclub mittendrinChemnitz
19.05.2011KinostartClubkino SiegmarChemnitz
28.03.2011KinostartCinemathekLeipzig
24.03.2011KinostartLichtspiel KinoBamberg
18.03.2011KinostartRegina KinoRegensburg
17.03.2011KinostartSchafrichter KinoPassau
17.02.2011KinostartFilmpaletteKöln
11.02.2011KinostartApollo KinoHannover
10.02.0211KinostartTilsiter LichtspieleBerlin
10.02.0211KinostartLichtspielkinoBamberg
27.01.02011KinostartMeissengeigeNürnberg
20.01.2011KinostartPaletteMarburg
20.01.2011KinostartNeues Arena KinoMünchen
20.01.2011KinostartCinema im OstertorBremen
20.01.2011KinostartKino in der FabrikDresden
20.01.2011KinostartEISZEIT KinoBerlin

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